Texte

Monatsrückblick: Der Juni in Zentralasien

In Kasachstan werden Aktivisten verhaftet, in Kirgistan muss ein ehemaliges Staatsoberhaupt ins Gefängnis, während Turkmenistan seinem Präsidenten huldigt. Außerdem hat eine zweite Coronawelle die Region voll erwischt. Das war der Juni in Zentralasien.

Almasbek Atambajew

Ex-Präsident in Kirgistan zu Haftstrafe verurteilt

Zehn Jahre nach dem Verfassungsreferendum steht es schlecht um die Demokratie im Land „Wir hatten eine historische Chance, aber sie blieb ungenutzt.“ Asim Asimow findet klare Worte für Kirgistans Politik. „Unsere Demokratie funktioniert nicht“, konstatiert der Politikanalyst. Dabei hatte er nach dem Verfassungsreferendum im Juni 2010, das Kirgistan in eine Demokratie verwandeln sollte, große Hoffnungen. …

Russisch Zentralasien

Wo Russisch schwächelt

Kasachische Lehrer pauken ein neues Alphabet, Usbekistan will Beamte bestrafen, die Dokumente nicht auf Usbekisch bearbeiten können: Russisch verliert in Zentralasien immer mehr an Einfluss. Welche Rolle spielt die Sprache noch in der Region?

Nursultan Nasarbajew

Kranker Ex

Das Coronavirus macht vor niemandem halt, auch nicht vor Ex-Präsidenten. Nun hat es Nursultan Nasarbajew erwischt. Seit Ende vergangener Woche befindet er sich in Quarantäne. Ein Grund zur Sorge? Nein, wenn man seinem Sprecher glaubt. Kasachstans »Elbasy« arbeitet einfach von zu Hause aus weiter. Nasarbajew wird im Juli 80 Jahre alt. Knapp 30 davon stand …

Mai in Zentralasien

Monatsrückblick: Der Mai in Zentralasien

In Zentralasien sind alte Konflikte wieder aufgebrochen. Streitigkeiten führten im Mai zu mehreren Schusswechseln an der tadschikisch-kirgisischen und an der kirgisisch-usbekischen Grenze. Das unzureichende Krisenmanagement nach Naturkatastrophen sorgte in Tadschikistan und Turkmenistan für seltene Proteste. Dabei hatte Corona die Region noch immer fest im Griff. Das war der Mai in Zentralasien.