Protegé gegen Ziehvater

In Kirgisistan wurde der ehemalige Präsident verhaftet. Seit Monaten liegt er im Clinch mit Staatschef Sooronbai Dscheenbekow.

Es war der Abend des 7. April, als Polizeieinheiten im kirgisischen Dorf Koj-Tasch das Anwesen von Almasbek Atambajew stürmten. Sie wollten den Ex-Präsidenten festnehmen – wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch und Korruption. Doch die Sicherheitskräfte scheiterten am Widerstand Atambajews und von dessen Anhängern, die sich den Uniformierten in den Weg stellten, sie mit Steinen bewarfen und Barrikaden errichteten.

Almasbek Atambajew sitzt in Untersuchungshaft. Dem ehemaligen Präsidenten von Kirgistan werden unter anderem Widerstand gegen die Staatsgewalt, die Organisierung von Massenunruhen und versuchter Mord vorgeworfen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Dienstag mit.

Die Bilder aus dieser Nacht erinnern an Straßenschlachten. Auf Videos sind Schüsse zu hören. Am Ende ist ein Polizist tot. Behördenangaben zufolge wurden 170 Menschen verletzt, davon 79 Beamte. Atambajew gibt an, selbst geschossen zu haben. 

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